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| Wie spielt man als Anfänger
Der erste Ton Wenn Du das liest,hast Du wahrscheinlich irgendwo ein Didgeridoo herumliegen und außer ein paar Fürzen noch keinen Ton herausgebracht. Dabei ist es ganz einfach den Grundton und auch kleinere Spielereien zu erlernen. Etwas schwieriger wird dann später das Erlernen der Zirkularatmung. Aber jetzt erstmal zum Grundton.
Jetzt öffnet man leicht den Kiefer, so daß zwischen den Schneidezähnen eine Lücke von ca 0.5cm entsteht. Die Lippen bleiben anfangs ganz locker. Dann kannst Du damit beginnen, wie ein das Kind Auto spielt, in das Didge zu brummen (schlabbriges B). Um den richtigen Ton zu finden fang am besten mit ganz wenig Druck an und steigere ihn solange bis ein schönes klares tiefes Brummen ertönt. Dabei wird zuerst keine Stimme eingesetzt. Vorerst ist es auch egal ob die Backen geöffnet oder geschlossen sind.
Am Anfang verbrauchst Du wahrscheinlich sehr viel Luft um den Ton aufrecht zu erhalten.Wenn Du jetzt versuchst den Ton mit einem etwas höheren Druck zu halten, ist auch dieses Problem bald gelöst. Dabei ändert sich die Tonerzeugung von einem schlabbrigen B zu einem schlabbrigen P. So, ich hoffe, daß diese Erklärung für die ersten Töne ausreicht. Zu langweilig! Andere Töne her! Hier kann ich jetzt nur einige der Möglichkeiten aufzählen, wie man verschiedene Töne und Effekte erzeugt. Es sind, vorallem wenn man die unzähligen Kombinationsmöglichkeiten mit einbezieht, viel zuviele um sie alle zu beschreiben. Hier eine kleine Auswahl zum Üben: das ABC in das Didge sprechen (ohne Stimme), Kiefer ruckartig öffnen und schließen, mit dem Bauch ruckartig pumpen (wie beim Husten), Backen öffnen und schließen (evtl auch ruckartig), singen, schreien, sprechen, Zungen-R und Rachen-R (zB rrrriu), auf die Backe klopfen, Allgemein: das Mundraumvolumen und die Druckverhältnisse verändern. Und sowieso, probieren bringt Töne. Klare Töne herausbekommen Wie Du bis jetzt bestimmt bemerkt hast, klingen manche Töne klar und gut, andere dagegen unterscheiden sich im Klang kaum voneinander, obwohl Du in deinem Mund ganz andere Sachen machst oder klingen irgenwie schlabbrig. Eine klare Artikulation ist aber ziemlich wichtig, da dadurch das Spiel an Facettenreichtum stark zunimmt und manche Töne erst durch bestimmte Mundstellungen möglich werden. Die Vokale i und a klingen beispielsweise erst dann knackig (sagt Marek), wenn die Backen geschlossen sind. Auch zu diesem Punkt gibt es zu viele Möglichkeiten um sie alle aufzuzählen. Am geschicktesten ist es, wenn man sich merkt, wie man gut klingende Töne erzeugt hat.
Eine kleine Übung kann auch der Rhythmus Di Da Lo Da sein. Zu Beginn wird keine Stimme eingesetzt. Die D´s werden dabei mit einem kurzen Ruck aus dem Bauch unterstützt. Di und Da werden mit geschlossenen Backen geblasen, während dem Lo werden die Backen geöffnet. Dieser kleine Rhythmus ist natürlich beliebig ausbaubar.
Zirkularatmung
Zuerst ist es sinnvoll eine Trockenübung zu starten. Blase deine Backen ganz auf, lass sie aufgeblasen und versuche jetzt durch die Nase ein und auszuatmen.Merke dir dabei, wo und wie die Zunge den Mund abschließt (ähnlich einem G). Jetzt kannst Du immer wenn Du einatmest die Backen etwas zusammendrücken und einen kleinen Furz erzeugen. Im Prinzip ist das die Zirkularatmung. Nimm jetzt dein Didge und probiere ob Du ein sehr hohes i (mit geschlossenen Backen) und ein sehr tiefes o (mit weit aufgeblasenen Backen) spielen kannst. Du kannst jetzt also einen sehr hohen Ton mit sehr wenig Mundraumvolumen und einen sehr tiefen Ton mit einem sehr großen Mundraumvolumen spielen. So ,jetzt mußt Du es nur noch schaffen einen Ton durch Zusammenpressen der Backen (ohne Unterstützung durch die Lunge), aus dem Didge zu bekommen. Aus einem tiefen o, mit offenen Backen wird dabei ein hohes i mit geschlossenen Backen. Das sind im Wesentlichen die Bestandteile der Zirkularatmung. Und wie geht es nun?
Wenn es nur mit der richtigen Koordination des Bewegungsablaufes nicht klappt, empfiehlt sich die Strohhalm-Methode. Der Ulf hat so die Zirkularatmung an einem Abend mit 2 Cocktails gelernt. Nimm einen Strohhalm, kau ihn an einem Ende etwas zusammen und versuche möglichst gleichmäßig in einem Wasserglas Blasen zu erzeugen. Im Laufe der Zeit kannst Du die Öffnung immer mehr erweitern und irgendwann funktioniert es auch mit deinem Didge. Wenn Du die Atmung mit dem Rhythmus Di Da LO Da üben willst ,dann atme auf dem LO.Wie du merkst, ist die Zunge bei einem L ungefähr in der gleichen Position wie bei einem i. |